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Welches Ziel steht hinter dem Tree Worker?
Der European Tree Worker soll auf der Grundlage des baumpflegerischen Wissensstandes die wesentlichen Arbeiten am Baum unter Berücksichtigung der Belange des Natur-, Umwelt- und Unfallschutzes ausführen können.
Langfristiges Ziel ist es bzw. kann es sein, qualifizierte Baumpflegearbeiten nur noch an ausgebildete Tree Worker zu vergeben bzw. ausführen zu lassen.
Warum gibt es den European Tree Worker?
Ziel der Ausbildung zum European Tree Worker ist es einen europaeinheitlichen und hohen Standart im Bereich der praktischen Baumpflege zu schaffen. Dadurch wird gewährleistet, dass Baumpflegemaßnahmen fachlich fundiert und qualitätsvoll ausgeführt werden.
Der European Tree Worker wird in 15 europäischen Ländern anerkannt und unterstützt. Dadurch sind ein länderübergreifender Austausch von Angestellten sowie ein grenzüberschreitendes Arbeiten möglich.
Wie viele Tree Worker gibt es bereits?
Etwa 880 Tree Worker sind bis Ende 2009 in Deutschland zertifiziert worden. In den weiteren Europäischen Ländern sind bis Ende 2009 insgesamt 1180 Tree Worker aktiv. Macht zusammen etwa 2000 aktive Tree Worker in Europa.
Was „bringt“ es, wenn man European Tree Worker ist?
Aus den Erfahrungen der vergangenen Seminare haben wir festgestellt, dass die persönliche Weiter- und Fortbildung der Teilnehmer im Vordergrund steht.
Viele Baumpfleger (angestellt oder selbständig) möchten mit einer fachlich fundierten Beratung ihren Kunden eine vernünftige Baumpflege anbieten.
Viele Städte, Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften möchten durch die Ausbildung ihrer Mitarbeiter zum Tree Worker der Kritik zuvorkommen, dass „im Amt“ oder „im Betrieb“ keine Fachkräfte angestellt sind und im Bereich Baumpflege „je nach Windrichtung“ entschieden wird.
Viele Galabauer und Gärtner wollen ihr Baumwissen vertiefen bzw. erweitern, weil im Bereich der allgemeinen Gärtnerausbildung und teilweise im Studium das Thema „Baum“ nur am Rande gestreift worden ist.
Durch das vermittelte „Hintergrundwissen“ und das auf den „neusten Stand“ gebrachte Wissen gewährleistet vegetus den Teilnehmern eine intensive Ausbildung. Mit dem Ergebnis eines sicheren und fundierten Auftreten beim Kundengespräch und/oder vor den Bürgern sowie für ein fachliches Arbeiten am Baum.
Tree Worker „Plattform“ oder Tree Worker „Seilklettertechnik“?
Der Unterschied besteht zum einen „nur“ im Prüfungsablauf. Der Treeworker „Plattform“ führt während der Prüfung die „Königsdisziplin Kronenpflege“ mit der Arbeitsbühne aus, der Kletterer führt diese mit der Seilklettertechnik durch.
Der Tree Worker „Seilklettertechnik“ muss den SKT A sowie den SKT B Kurs nachweisen und eine einjährige Tätigkeit mit der SKT.
Wer prüft bei der Prüfung?
Die 2-tägige Prüfung wird durch Baumpfleger und durch Baumsachverständige aus dem öffentlichen und privaten Bereich abgenommen. In der Regel prüfen zwei Prüfer (bei der mündlichen und praktischen Prüfung) einen Prüfling. Ein internationaler „Supervisor“ überprüft die gesamte Prüfung und kontrolliert, ob die vereinbarten, internationalen Standards eingehalten werden.
Was passiert, wenn man einzelne Prüfungsteile nicht besteht?
In diesem Fall brauchen nur die nicht bestandenen Prüfungsteile bei einer späteren Prüfung wiederholt werden. Es kann jedoch vorkommen, dass in besonderen Fällen, wo ein Teilnehmer in vielen Bereichen durchgefallen ist, eine komplett neue Prüfung verlangt wird. Das legt der Prüfungsausschuss fest.
Wie kann ich nachweisen, dass ich Tree Worker bin?
Zum einen bekommt jeder Tree Worker eine Urkunde und einen Ausweis, welchen er seinen Kunden usw. zeigen kann. Zum anderen werden auf der Internetseite des EAC (www.eac-arboriculture.com) alle Namen der aktuellen Tree Worker aufgelistet. Dort befinden sich weitere Informationen zum Tree Worker.
Wie lange bleibt man Tree Worker?
Die Zertifizierung gilt drei Jahre lang. Nach 3 Jahren erfolgt eine Re-Zertifizierung. Diese besteht in dem Nachweis, dass man in den letzten 3 Jahren mindestens 2 Jahre lang im Bereich Baumpflege tätig war.
Was kostet die Ausbildung zum European Tree Worker?
Der 15-tägige Vorbereitungslehrgang kostet 1.900,00.- €. In der Seminargebühr sind umfangreiche Seminarunterlagen sowie sämtliche Materialien für den praktischen Teil enthalten. Für die 2-tägige Prüfung wird eine Gebühr von 355,00.- € in Rechnung gestellt.
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